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Änderungen der Bundesförderung 2026: Warum Hotels bei den neuen Förderregeln sogar profitieren

Hotels profitieren

Die angekündigten Änderungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sorgen derzeit für viele Diskussionen. Insbesondere die sinkenden Förderungen im Wohngebäudebereich verunsichern viele Eigentümer.

Für Hotels sieht die Situation jedoch anders aus. Tatsächlich führen die Änderungen dazu, dass sich die Rahmenbedingungen für Hotelbetriebe insgesamt verbessern. Wer in den kommenden Monaten in die energetische Sanierung investiert, kann von mehreren Entwicklungen gleichzeitig profitieren.


1. Die Heizungsförderung für Hotels bleibt bestehen

Bei der Heizungsmodernisierung von Nichtwohngebäuden werden die Fördersätze nicht reduziert. Hotels können damit auch künftig für den Austausch ihrer Heizungsanlage die bisherigen Zuschüsse nutzen.

Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Reduzierung der Heizungsförderung bei Wohngebäuden Auswirkungen auf den gesamten Wärmepumpenmarkt haben wird. Wenn die Nachfrage im privaten Bereich zurückgeht, steigt der Preisdruck auf Hersteller und Installationsbetriebe.

Davon profitieren auch Hotels.

Die Förderung bleibt für Nichtwohngebäude auf dem bisherigen Niveau, während die Investitionskosten für Wärmepumpen voraussichtlich sinken. Damit wird der Heizungstausch für Hotels wirtschaftlich attraktiver.

Hotels profitieren also doppelt:

  • Die Förderung für die Heizungsmodernisierung bleibt erhalten.

  • Die Kosten für Wärmepumpen und deren Einbau können sinken.

Gerade bei größeren Anlagen kann bereits eine moderate Preisreduzierung einen erheblichen Unterschied bei den Gesamtinvestitionskosten ausmachen.


2. Die Förderung für Einzelmaßnahmen wird sogar besser

Noch interessanter sind die Änderungen bei den Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle.

Die bisherigen Fördersätze für Nichtwohngebäude bleiben bestehen. Zwar werden die Höchstgrenzen der förderfähigen Kosten angepasst, für Hotels ist das in vielen Fällen jedoch kaum relevant.

Hotels verfügen meist über große Gebäudeflächen. Dadurch sind die maximal förderfähigen Kosten in der Regel weiterhin ausreichend hoch. Bei typischen Maßnahmen werden die Höchstgrenzen häufig gar nicht vollständig ausgeschöpft.

Der entscheidende Vorteil ist der geplante Worst-Performance-Building-Bonus, kurz WPB-Bonus.

Dieser Bonus soll künftig auch für Einzelmaßnahmen zur Verfügung stehen. Bislang gab es ihn in diesem Bereich nicht.

Damit können Hotels zusätzlich zur bisherigen Förderung einen weiteren Bonus erhalten, wenn ihr Gebäude die Voraussetzungen eines Worst Performance Buildings erfüllt.

Gerade bei älteren Hotels ist das häufig der Fall. Viele Gebäude weisen einen hohen Energiebedarf, eine veraltete Gebäudehülle oder einen energetisch schlechten Ausgangszustand auf.

Typische Maßnahmen, die dadurch attraktiver werden, sind zum Beispiel:

  • die Sanierung eines Daches,

  • der Austausch von Fenstern,

  • die Dämmung der Fassade,

  • die Dämmung von Kellerdecken oder obersten Geschossdecken,

  • weitere energetische Verbesserungen an der Gebäudehülle.

Je nach endgültiger Höhe des WPB-Bonus kann die Gesamtförderung dadurch deutlich steigen. Liegt der bisherige Fördersatz beispielsweise bei 15 Prozent und kommt ein Bonus von bis zu 10 Prozentpunkten hinzu, kann der Zuschuss auf bis zu 25 Prozent steigen.

Bei einer größeren Dach- oder Fenstersanierung ist das ein erheblicher finanzieller Vorteil.


Beispiel: Dachsanierung eines Hotels

Bei einer förderfähigen Investition von 300.000 Euro ergibt sich bei einem Fördersatz von 15 Prozent ein Zuschuss von 45.000 Euro.

Kommt ein WPB-Bonus von beispielsweise 10 Prozentpunkten hinzu, steigt die Förderung auf insgesamt 25 Prozent. Der Zuschuss würde dann 75.000 Euro betragen.

Das Hotel erhielte in diesem Beispiel 30.000 Euro mehr Förderung als bisher.

Gerade bei Maßnahmen, die ohnehin notwendig werden, verbessert dieser zusätzliche Zuschuss die Wirtschaftlichkeit erheblich.

 
 
 

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